13
Mrz
2015

Das Wattestäbchen

Telefonnotiz aus einem Gespräch zwischen einer Pflegefachkraft und einer Arzthelferin.

Die Pflegefachkraft wollte Turixin Salbe zur Sanierung eines MRSA Keimes in der Nase bestellen.

Arzthelferin – AH Pflegefachkraft – PK

AH: (in einem sehr gebrochenen Deutsch) Praxis… Guten Tag

PK: Ja guten Tag hier ist das Pflegeheim … ich würde gerne ein Rezept für Herrn. … über Turixin Salbe bestellen wollen.

AH: wie heißen Salbe?

PK: Tu-rix-in Salbe

AH: wofür ist?

PK: zur Sanierung eines MRSA in der Nase, der Arzt hatte es schon bereits verordnet

AH: Aha, müssen du nehmen Wattestäbchen (Wattestäbchen wurde mit einem sehr langgezogenen „Ääh“  ausgesprochen)

PK: Wattestäbchen?

AH: Ja, Wattestäbchen. Du kennen kein Wattestäbchen? Du müssen wissen. Eine Seite Watte, andere Seite Watte und in Mitte Plastikröhrchen.

PK: (musste sich selbst schon das Lachen verkneifen) Ja, ich weiß schon was ein Wattestäbchen ist aber ich brauche keine Wattestäbchen, ich brauche die Salbe

AH: Aber sie müssen benutzen Wattestäbchen, nicht Salbe in Nase drücken

PK: Ja, vielen Dank für die Information. Stellen sie mir bitte das Rezept nun aus?

AH: Ja, ich machen Rezept fertig. Hast du Wattestäbchen?

PK: (versuchte sich ironisch) Ja schon, aber bekomme ich die denn auch auf Rezept?

AH: Nein, kennen du keine Wattestäbchen? Du bekommen in Drogerie. Wir können nicht verschreiben, ist kein Medikament.

PK: (PK wurde jetzt bestimmender um den Bestellvorgang zu beenden) Stellen sie bitte ein Rezept für Turixin Salbe aus, Tu- rix- in Salbe, keine Wattestäbchen und schicken sie mir dieses zu. In Ihrer Praxis liegen Freiumschläge von uns vor. Vielen Dank, Tschüss.

PK legte den Hörer auf.

Nach ca. 3 Tagen kam das Turixin Rezept mit der Post ins Pflegeheim.

 

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