7
Mrz
2015

Ein humanistisches Pflegekonzept

Hierdurch bietet sich eine Chance sich von üblichen evident medizinischen Konzepten in der Pflege abzugrenzen. Gerade Altenpflegekräfte können sich hierdurch in ihrem Berufsbild zu anderen Gegenüberstellen und eine unterschiedliche Aufgabe im Tun und Handeln definieren. Der Humanismus eignet sich besonders in der Altenpflege da er sich durch die Phänomenologie von der scholastischen Lehre Unterscheiden kann. Die Erfahrungen und Beobachtungen die eine PK macht, können so wissenschaftlich eine eigene Sparte bilden. Denn zielführend ist es ja nicht den alten Menschen gesund zu pflegen, keiner kann das Altern aufhalten, sondern ihn in seiner ganzen und komplexen Weise so zu nehmen wie er ist und nach gemeinsamen Pflegezielen suchen, die das Wohlbefinden des Einzelnen steigern können. Hierzu muss die humanistische Pflegekraft eigenverantwortlich arbeiten und nicht fremdbestimmt. So wie sie selbst nicht fremdbestimmt wird, soll sie auch nicht über die Bewohner bestimmen. Es geht nicht darum ein Tohuwabohu zu schaffen in dem es keine Richtlinien mehr gibt, in dem alles bisher Erfahrene und Funktionierende verbannt werden soll, sondern die Fähigkeit zu entwickeln Standards, Richtlinien und Dogmen in Frage stellen zu können. Es soll sich einer jeden Pflegekraft, die sich dazu bereitwillig ist, die Möglichkeit bieten, sich zu emanzipieren und sich „pflegephilosophisch“ zu entwickeln. Philosophisch, die Liebe zur Weisheit, die Fähigkeit ihr Tun und Handeln zu begründen.

 

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