7
Mrz
2015

Eine interessante Abschlussrede die mir zugetragen wurde

Nach einer Fortbildung zur Qualifizierung von Palliativ Pflegefachkräften wurden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen gebeten den Kurs abschließend zu bewerten. Jeder kam nach der Reihe dran und sagte ein paar Sätze die sich alle ungefähr ähnelten. Doch eine Zusammenfassung viel aus der Reihe:

„Zusammenfassend, da muss ich nicht mehr überlegen, ich habe da etwas vorbereitet. Wie ein Fernsehkoch.

Was lässt sich dazu sagen? Generell kann ich dieses in einem Satz tun;

ich fand die vergangenen Wochenblöcke sehr interessant, habe viel Neues gelernt und bin glücklich aber auch gesättigt über die vielen neuen und tollen Informationen und werde diese erstmal sacken lassen. Danke.“ (Es folgte eine kleine Pause)

„Nein, es wäre nicht meiner Wahrheit entsprechend (so fuhr der Teilnehmer fort) da ich diese Erwartung nicht hatte. Zu Beginn der Fortbildung wurden wir Teilnehmer der Reihe nach aufgefordert seine Erwartungen an den Kurs zu äußern. Ein fast jeder tat dieses was ihm dazu einfiel und was jeder sagen wollte oder konnte. Ich selbst sagte ganz bewusst, das ich keinerlei Erwartungen habe und keine Zielsetzung in die Fortbildung gebe. Dieses klang sehr verwunderlich und wurde auch etwas belächelt. Aber ich tat dieses, sofern es überhaupt möglich ist,  um mich von einer schnellen oder voreingenommenen  Bewertung zum Ende hin frei machen zu können. Die Sachinhalte der Fortbildung waren selbstverständlich genauso neu wie auch schon bekannt. Um ein wesentliches gebildeter bin ich dadurch freilich nicht. Dieses war auch nicht meine Erwartung. So sagte Seneca: `Es wäre besser, wir könnten unserer gelehrten Schulbildung einen gesunden Menschenverstand abgewinnen… so leiden wir an einer unmäßigen Sucht auch nach Gelehrsamkeit: Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir.` Tolle Worte von einem Stoiker.

Jedoch hatte ich immer das Gefühl gerne hier zu erscheinen, keine Pflicht führte mich hierher sondern das Interesse an den Menschen die gleiche Ziele verfolgen. Ziele, dem Menschen zu helfen und die Welt ein wenig besser zu machen. Nicht das ich sie für unerträglich halte jedoch gebe ich der Humanität größte Bedeutung  zur menschlichen Evolution zu. Die Unterhaltungen in den Pausen und in den Diskussionen waren bei weitem so lehrreich, wie das Dozieren. Hierfür möchte ich mich nicht, bei aller Ehre, nur bei den Dozenten bedanken, sondern bei allen Menschen die hierher den Weg hierher gefunden haben. Vielen Dank.“

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